Hyaluronsäuretherapie

Arthrose (Gelenkverschleiß)

Bei Arthrose im Gelenk sind derzeit wenige Therapioptionen medikamentös möglich. Eine Behandlungsform stellt die Gabe von Hyaluron Säure in das erkrankte Gelenk dar. Hier wird die für die Rekonstruktion der Knorpelmatrix erforderliche Grundsubstanz über eine Spritze zur Verfügung gestellt. Dadurch ändert sich das Milieu innerhalb des Gelenkes hinsichtlich pH-Wert und Viskosität also Fliessfähigkeit der Gelenkflüssigkeit. Dadurch können umschriebene Defekte am Knorpel hinsichtlich ihrer Schmerzhaftigkeit und langfristiger Zunahme der Gelenkschäden therapiert werden. Eine Heilung von Arthrosen also Gelenkverschleiß ist damit nicht möglich.

Erfolgsaussichten:

Die Therapie wird von uns dann eingesetzt, wenn ein Gelenkersatz oder eine Versteifung des Gelenkes einem jungen oder ansonsten aktiven Patienten bedrohen würde, um den Zeitpunkt einer operativen Versorgung hinauszuzögern. Die Erfolge dieser Behandlung sind dementsprechend anhand der Erwartung bzw. der Vorschädigung unterschiedlich. Bei noch guter Beweglichkeit des Gelenkes und umschriebener Knorpelschädigung sind gute bis sehr gute Erfolge hinsichtlich Schmerzabnahme und Beweglichkeit mit dieser Therapie möglich. Die Behandlung kann auch bei Wiederkehr der Beschwerden wiederholt werden.

Nebenwirkungen:

Nebenwirkungen sind sehr selten. Wesentliche Nebenwirkung bestehen hauptsächlich in Form einer allergischen Reaktion gegen den Inhaltstoff, Infekte sind bei korrekter Anwendung sehr unwahrscheinlich. Ein Druckgefühl nach Gabe der Spritze kann kurzfristig bestehen, die Gehfähigkeit am gleichen Tag wenig beeinträchtigt sein.

Kostenübernahme:

Die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen ist unterschiedlich geregelt. So bietet z.B. die BKK Hessen ein Präparat (Hyalart) zur Kostenübernahme an. Die übrigen gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dieser Behandlung zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags nicht.

Die Kosten richten sich nach dem Präparat und der dann erbrachten Arztleistung. Diese wird regulär nach Gebührenordnung für Ärzte (Ziffer 1, 5, 255) als private Behandlung abgerechnet.